Peters Motorradseiten

 

Georgien 2018

Mitte September 2018 starten wir, 6 Motorradfahrer aus Salzburg mit unseren Bikes

Richtung Kaukasus.

Peter, Dominik und Thomas mit einer Honda Africa Twin 750

Sebastian und Wolfgang mit einer Transalp 600

und Frank mit einer Yamaha 750 Super Tenere

wir starten von Salzburg aus nach Wien, Györ in Ungarn (1. Übernachtung) dann weiter

über Budapest nach Debrecen, danach über die Grenze nach Rumänien

über Satu Mare und Baia Mare über verschiedene Nationalparks

nach Iasi.

Hier der Abstecher über den Prislop Pass, der höchste Pass in den Nordkarpaten

Weiter gehts über Moldavien nach Transnistrien. Hier sieht man die von Militärs

bewachte Grenze

in die Ukraine. nach 1,5 Stunden Grenzformalitäten (Moldavia, Transnistria und Ukraine) gehts weiter

nach Odessa. Die Hafenstadt in der Ukraine

Die harte Etappe, wir fuhren die ganze Nacht durch und brachten auf diesem Weg bis 8 Uhr

früh 820 Kilometer zusammen, können wir uns dann auf der Ukrainischen Fähre, auf der

"Greifswald", von den Strapazen erholen.

Allerdings mussten wir vorher noch 3 Stunden durch den Zoll......

nach 2 Tagen Fähre kommen wir in Batumi, Georgien an.

Die Skyline überaschte uns, mit diesen modernen Bauten haben wir in Georgien nicht gerechnet!

Die Reise durch Georgien und Armenien:

Nach einer Nacht in Batumi fahren wir Richtung hohen Kaukasus.

hier eine Polizeikontrolle. es wurde nach Alkohol am Steuer geprüft.

Durch eine der georgischen Weinstraßen kommen wir über Kutaisi immer weiter Richtung Norden

Auch so kann man Plastik entsorgen! :) einfach sammeln und Mascherl auf den Baum binden!

In Lentechi, der Einfahrtsstraße nach Ushguli, werden nochmal Lebensmittel gekauft

Hier ist die geniale Bäckerei mit vielen guten Leckereien

am besten ist einfach das Fladenbrot mit Käsefüllung

Auch die Mopeds brauchen Verpflegung. Das hier ist die letzte Möglichkeit vor dem Ushguli Trail

nochmal Benzin zu bekommen.

Nachdem wir erst um 16 Uhr am Anfang des Trails ankamen, beschlossen wir nicht

weiter zu fahren und in Mele gibts ein sehr cooles Hotel.

Auch Bier gabs genug

Die Wirtin machte uns auf Anfrage ein hervorragendes Abendessen, das wir dann

im Freien genossen haben. Leider hatte es nur mehr 9 Grad. Daher gings schon um 22 Uhr ins Bett.

die Wirtin bereitet hier "Chartscho" zu, eine Georgische wunderbare Rindfleischsuppe

Chatschapuri, Hefeteigbrot mit Knoblauch, Käse und Hackfleisch gefüllt! sensationell!

Die Betten waren mit Metallrosten versehen. Das heisst Ars... am Boden, Füsse und Kopf in der Höhe! :)

Nach der Nacht in diesen Betten ist man morgens nicht ganz so fit!

Nachdem es in der Nacht regnete, waren die mit Schlaglöchern durchsetzen Straßen schlammig

und voller, teilweise tiefer, Wasserlacken.

der auf ca. 2000 Höhenmeter angelegte McDonalds hatte leider geschlossen.

dabei hatten wir dermassen Lust auf einen Burger! :)

Dann folgt der etwas anspruchsvollere Weg auf den 2620 Meter hohen Zagari Pass

man sieht den Ailama, einen 4547 Meter hohen Berg

die Straße auf den Pass wird langsam schlechter....

der Blick auf den Ailama vom Zagari Pass aus

danach kommt die Abfahrt nach USHGULI

ein paar kleine Löcher in den Wolken lassen den Blick auf den höchsten Berg Georgiens zu,

den Schchara mit 5201 Metern Höhe!

die Straße ins Enguri Tal

Die Abfahrt nach Mestia ist teilweise staubig, aber größtenteils matschig und

seeeehr rutschig!

die neue "M-Klasse" ist auch schon vertreten

noch einige kleine Wehrdörfer kurz vor Mestia

im Hintergrund der Mount Tikhgenden mit 4617 Metern

Nach dem aufgestauten Patara Enguri Fluss finden wir in Dschwari eine Unterkunft in einer

alten Villa. Die Wirtin ist Deutsch Lehrerin, daher konnten wir uns prächtig unterhalten

und einiges über das Land erfahren

Die 40 Meter hohe Kazchi Felsnadel nördlich von Tschiatura mit dem Mini-Kloster aus dem 10. Jhdt.

Die alte Bergbaustadt Tschiatura mit ihren unzähligen Seilbahnen

Weiter gehts nach Tbilissi (Tiflis) in die Hauptstadt von Georgien

hier gibts die berühmten Churchkela, das sind auf einen Faden aufgereihte Nüsse, überzogen mit

einer Traubensaft-Kuvertüre

eine Nachtwanderung durch Tiflis rentiert sich

die Friedensbrücke über die Mtkwari in Tiflis wird mit 30.000 LED Lichtern beleuchtet

Musiktheater und Ausstellunghalle unter der Regierung Saakaschwili (2004-2013)

erbaut. Leider verfällt dieses wunderbare Gebäude, weil die neue Regierung mit den

Bauten aus der alten Regierung nichts zu tun haben will.

Am Weg nach Norden Richtung Abano Pass nach Omalo liegt am Weg

das Kloster Alawerdi

und dann eines der Highlights! die Auffahrt zum Abano Pass, der Pass selber und die Straße

nach OMALO

Die Schafherden sind ja absolut harmlos, aber die georgischen Hirtenhunde, die Owtscharka

(am Bildhintergrund / der hätte uns gerne gefressen kurz nach dem Foto!) :) :)

sind da nicht ganz so ohne. Sie machen es sich zur Lebensaufgabe, Motorradfahrer nieder-

zubellen. Sie kommen zähnefletschend auf ca 20 cm (02, Meter!) auf einen zu, rennen auf ca.

200 Meter nach und kläffen bis ihnen die Luft ausgeht. Wenn man allerdings vom Motorrad absteigt und den

Motor ausmacht, sind sie fast streichelzahm. Vorsicht sei trotzdem geboten. Die Hunde

sind riesig!

Die Südrampe geht lange Zeit teilweise sehr steil und unwegsam rauf.

aber so ab ca. 1900 Meter Seehöhe hat man dafür fantastische Aussichten

Schwindelfreiheit sei allerdings teilweise angeraten, speziell im oberen Bereich des Passes.

Die Straße selbst ist in den letzten 600 Höhenmetern nicht sonderlich steil, aber die Kehren haben

bis ca. 30 % Steigung und sind teilweise sehr lose geschottert und sehr eng.

Vor allem (Wichtige Info) muss man nach jeder Kurve und überall mit teilweise heftigem Steinschlag

rechnen. Heisst, nach der nächsten Kurve kann ein Felsblock liegen, oder er hat ein Loch in die

Straße gerissen......

hier der traumhafte Blick auf die Südrampe

Am Abano Pass angekommen, 2826 Meter Seehöhe (Höchst fahrbare Straße im Kaukasus)

ist es relativ kalt, weil ab 2700 Metern dichter Nebel die Luft erfrischt!

die Abfahrt in den Tuscheti Nationalpark ist durch den vorhergehenden Regen teilweise rutschig

und manchmal äusserst schwierig passierbar. Einige Muren verlegen immer wieder den Weg,

der aber notdürftig schnell wieder repariert wird.

Der Pass in die danhinterliegenden Dörfer ist in der Saison (Juli bis Anfang Oktober) befahrbar.

in der restlichen Zeit herrscht Wintersperre bzw. Hangrutschungssperre.

Für die 5 Stunden lange Anfahrt (Inklusive Fotopausen) für 70 Kilometer

wird man in Omalo für tolle Aussichten in die rundumliegenden über 4000 Meter

hohen Berge belohnt!

im Gästehaus Tushuri Koshki wurden wir sehr freundlich aufgenommen, und die Oma hat ihr

bestes gegeben, um aus dem, was in den Bergen vorkommt und was sie selber anbaut, ein

hervorragendes Essen für uns kocht! (das Bild zeigt die Küche im Haus)

Zimmer sind abenteuerlich, aber sauber. Warmwasser gibts. aber nur bis ca 18 Grad warm.

Es sind aber wunderschöne gemütliche Häuser und Menschen, in denen man all das Moderne der

europäischen Welt gerne vergisst und die Bescheidenheit geniessen lernt.

Die Festung Keselo besteht aus 6 Wehrtürmen und ist ursprünglich im 12. Jhdt gebaut worden.

Die ohne Mörtel gebauten Türme sind immer wieder verfallen und neu aufgebaut worden.

Letztmalig wurden die Türme von einem holländischen Pärchen hergerichtet (in den Jahren

um 2000 - 2005)

nochmal unser Gästehaus von aussen.

Danach verlassen wir Tuschetien, das Land der "Tuschen" und fahren zurück über

den Abano Pass Richtung Tiflis nach Rustavi, einer alten Industriestadt. Dort am

Hauptplatz gehen wir zum orientalisch-türkischen Restaurant, in dem es nicht nur

fantastische Speisen gibt, sondern auch den besten Kaffee der Welt!

ACHTUNG Bier-Süchtige: in orientalischen Rests gibts keinen Alkohol!

Die Straße nach Marneuli ist zwar im Navi und in der Karte als Hauptstraße eingezeichnet, aber

die Reste der asphaltierten Straße sind durch extreme Schlaglöcher nicht mehr befahrbar.

Wir weichen einfach den Sandwegen durch die Wüstenähnliche Gegend aus und freuen

uns über den Spass im Sand!

Nach dem Grenzübergang Armenien (wo wir von einem Uniformierten beschis.... worden sind und

40 Euro für eine Haftpflichtversicherung für Armenien bezahlt haben) fahren wir weiter zum Kloster

Achtala, dessen Bau im 10. Jahrhdt. stattfand. Im Hauptschiff der Kirche sind die am besten erhaltenen

Fresken von ganz Armenien an deren Mauern zu bewundern, die in den Jahren 1205 - 1276 her-

gestellt wurden. Kupfer wurde für Blau verwendet, Rot aus Spinnentieren und Gelb aus Gold.

ein paar Kilometer weiter kommen wir zum Kloster Haghpat, deren Baubeginn im Jahr 966 stattfand,

und von Königen finanziert wurde, die auch dort begraben wurden.

Die riesige Vorhalle wurde als Mausoleum (Gavit) im Jahr 1209 gebaut und ist durch seine Größe

sehr beeindruckend!

Der 1245 errichtete oktogonale Glockenturm steht an der höchsten Stelle des Klosters.

Der Nahversorger kommt hier noch mit einer Dnepr

Die bis zu 400 Meter tiefe Schlucht beherbergt viele Klöster, Dörfer und Industrien aus der Sowjet Zeit

Grenze Armenien / Georgien mit sehr freundlichen Zöllnern

Nach einer sehr langen Etappe kamen wir auf einer erbärmlichen Straße im Nirgendwo in Georgien

auf der Suche nach einem Quartier in die Nacht. Eine Ablürzung (6,5 Kilometer) führt uns nach dem

Navi auf einen alten Weg, der sicher schon 20 Jahre nicht mehr berfahren wurde und dementsprechend

ausgewaschen und zugewachsen war. Nach diesem anstrengenden Ritt kommen wir um 22 Uhr nach

Tsalka und fanden mithilfe des dortigen Polizeichefs eine Unterkunft.

Das hier ist das "Hotel". Frühstück gabs dort keins. Im dortigen Markt bekamen wir was zu Essen und

frühstückten dann am Straßenrand mitten im Ort.

Über eine Steppenähnliche Landschaft gehts weiter über einen 2000 Meter hohen Pass,

die Straße ist in keiner Karte eingezeichnet, Richtung Tabatskuri Lake

nach diesen einmaligen Landschaften erreichen wir die Festung Khertvisi

und das Tagesziel, die Stadt Achalziche, Hauptstadt der Provinz Samzche-Dschawachetien.

Im Zentrum der Stadt steht eine Festung aus dem 13 Jhdt, die bis heute immer wieder

aus- und umgebaut wurde. Heute gibts dort eine orthodoxe Kirche, eine Moschee und ein Museum,

einen wunderschön angelegten Garten mit Pools und einem 5 Sterne Hotel.

Von Achalziche fahren wir Richtung Khuli - Batumi über den Godertzi Pass (mit dem "Restaurant" Edelweiss)

Dort entsteht gerade ein riesiges Schigebiet. Lifte und Hotels sind im Bau (2018)

am Pass oben, entschließen wir uns, einem kleinen Schild mit der Aufschrift "Green Lake"

zu folgen. Die Anfangs betonierte Straße wurde zusehends schlechter, bis fast ganz unfahrbar.

das ist ein Teil der "Straße" :)

Nach diesem Abstecher gehts zurück in die Hafenstadt Batumi.

von dort aus fahren wir mit der Fähre (das Schiff heisst "Vilnius") zurück nach Odessa

nach 4,5 Stunden Einreiseformalitäten (19 Stationen, 16 Stempel, 7 Laufzettel) vom Schwarzen Meer

in die Ukaine, 2 Stunden Grenzaufenthalt auf der Grenze UKR-Moldavia, eine weiter Stunde

von Moldavien nach Rumänien! Das paradoxe daran ist, dass man durch Moldavien durch-

fahren muß! Wenn auch nur auf die Gesamtlänge von 300 Metern.

und dann 2 x Mal die Kontrollen.....da bist dann fertig. :)

Die Heimreise geht durch Rumänien (Brasov, Fagaras, Sibiu) Richtung Ungarische Grenze. dort

weiter nach Szeged, Budapest, Györ, Wien bis Salzburg.

Eine Etappe mit 860 Kilometern

die zweite Etappe über 752 Kilometer bis Salzburg.

Das war die Reise

Danke fürs Anschaun

 

ALLGEMEINES:

Georgien und Armenien ist für Motorradabenteurer (2018) ein wirklich empfehlenswertes Land,

mit Straßen für jeden Geschmack.

Die Leute im Westen und Norden sind extrem freundlich und hilfsbereit.

mit Englisch und Deutsch kann man sich fast überall verständigen.

Tourismus ist voll im Ausbau! (Man sieht sehr viele Straßenbaustellen!)

Heisst: für Leute, die die Ur-Straßen noch erleben wollen, sollten bald runter fahren!

Im Süden und Osten sind Touristen noch eher Mangelware. Daher wird auch die Verständigung schwerer.

ANREISE:

wir fuhren von Salzburg aus nach Wien,

Ungarn bis kurz nach Budapest auf der Autobahn, danach über kleinere Bundesstraßen durch

Rumänien (Satu Mare, Prislop Kloster in den niederen Karpaten, Kreuzberg, Iasi) -

Moldavien (Ungheni, Chisinau) -

Transnistrien (Tiraspol) -

Ukraine (Strasburg - Odessa)

Fähre (Ukrferry - Schiff Greifswald oder Vilnius) übers schwarze Meer

(Buchung 2018 Netz 250,-- pP inkl Motorrad inkl 3 x Essen am Tag inkl. 2 Mann Kabine)

Georgien, Hafen Batumi

VERKEHR

Wichtiger Tipp UKRAINE:

die asphaltierten Straßen haben ab und zu Spurrillen, die bis 30 (!) cm tief sind! aufpassen!!!

Georgien:

An der Küste sehr gut asphaltierte Straßen, allerdings sehr

wilder Verkehr, den man aber sehr schnell gewöhnt. Es geht alles einfach wilder und vor allem

wesentlich schneller als bei uns vorwärts. Hatten Polizeikontrollen, wollten aber nur auf

Alkohol und Versicherung prüfen. Im Hinterland im Norden findet man schon viele schlechte Wege

und in den Bergen sehr viele Schotterstraßen mit teils großen Schlaglöchern und sehr rutschigen

(weil durchs feuchte Klima immer Wasser den Straßen entlang rinnt) Wegen.

Im Süden sind die Straßen generell erbärmlich. Man muß vor allem auf Asphalt sehr

konzentriert fahren, da Metergroße Schlaglöcher die bis zu 30 cm tief sind urplötzlich

auftauchen.

Vorsicht in Ortschaften sind sehr oft kleine Hindernisse in Form von Schwellen über die ganze Straße

eingebaut. Kein Problem für Motorräder, aber die Autofahrer machen gerne ganz kurz davor eine

echte Vollbremsung, mit der man nicht rechnet!

Reisezeit

Im Juni sind in den Bergen noch viele Restschneefelder zu erwarten, die im Juli größtenteils verschwunden

sind. Beste Zeit für die Berge im Norden: zweifellos August und September

in der Ebene hats aber im August noch bis 40 Grad.

im Süden ist die Gegend trockener aber auch hier gilt Empfehlung:

AUGUST / SEPTEMBER

Übernachtungen

Georgien ist generell sehr gut in BOOKING COM vertreten, nur in entlegenen Gegenden funktioniert

die Reservierung am Vortag nicht immer, weil nicht täglich Netz vorhanden ist (Ushguli, Omalo)

Die Zimmer:

Stadtgegend: sehr schöne Hotels Preis (ink FRühst) pP ca 20-50 Euro

Land im Westen und Norden: einfachste Steinhäuser bis zu alten UDSSR Villen alles

vohanden und fast immer sehr sauber! Preis pP ca 6 - 15 Euro inkl. FrSt

Süden und Osten: weniger Touristen - weniger Unterkünfte

hier heissts: fragen, fragen.... unterkommen tut man immer so um 8-15 Euro

Essen

ist in ganz Georgien hervorragend!

Tipp: bei den einfachen Unterkünften einfach fragen, ob sie was für dich kochen! man bekommt

immer frische Sachen, die aus der Gegend sind und größten Teils selbs angebaut wurden!

und du bekommst vor allem die georgischen Spezialitäten!

 

hervorzuheben ist der türkische Kaffe!

Grenzen

die Wartezeiten auf den Grenzen und die unglaublich Bürokratie ist gewöhnungsbedürftig.

Mühsam ist vor allem die Grenze in der Ukraine

hier muss man 4 - 5 Stunden einplanen

die berühmten "Schmiergelder" sollte man auf KEINEN Fall anbieten!

Nur wenn ein Zöllner von selber sagt, er möchte ein bissl Geld für die Kaffekasse haben, zahlt

man bis max. 5 Euro

Papiere

für Österreicher ist in Moldavien, Transnistrien, Ukraine, Georgien und Armenien kein Visum nötig.

allerdings sollte man einen internationale Führerschein mit aktuellem Foto mithaben

für Georgien braucht man eine Versicherung für das Fahrzeug!

am besten im Netz ! (8,- Euro) wenn man es direkt an der Grenze kauft kostet es 40,- Euro

die Versicherungskarte wird bei Polizeikontrollen verlangt. hat man keine, wird das

sehr teuer bestraft!

für Armenien gibts nur an der Grenze eine 10-Tage Versicherung, die mit 40,- zu Buche schlägt.

Die grüne Versicherungskarte wird überall anders verlangt!

Sonstiges

die Märchen von den großen Kaukasischen Hirtenhunden stimmen teilweise.

am Besten einfach weiterfahren und nicht beachten!

Gute Enduroschuhe schützen vor Bissen!

Wenn man (kommt sehr oft vor, auch auf großen gut asphaltierten Straßen) auf

Kuhherden trifft (meisten ca 20 oder mehr, aber auch einzelne Tiere)

einfach ganz knapp zu den Tieren fahren und hupen! Dann weichen sie aus.

Die Viecher sind harmlos aber schreckhaft!

SPRIT: ist kein Problem. es gibt genug Tankstellen und man bekommt 95er Sprit

die weiteste Strecke (Omalo) ohne Versorgung war für uns 250 Kilometer

Geld

Geld ist kein Problem, es gibt in allen Städten Bankomaten

Zahlungen in Euro oder Dollar werden im Land (ausser Batumi) nicht akzeptiert!

Zahlungen per Visa oder Master sind fast überall möglich

Bankomatkarten funktionieren fast nie!

im Hinterland geht nur was mit Bargeld!

Sicherheit

wir hatten zwar in Transnistrien bewaffnete Militärs mit Kalaschnikofs im Anschlag getroffen

aber es war nirgens ein Eindruck von irgendwelchen Gefährdungen zu erkennen.

Ganz im Gegenteil, die Leute sind extrem freundlich und hilfsbereit!

Redet mit den Leuten!

Die Vorurteile (was Bettler bei uns betrifft, die aus diesen Ländern stammen) treffen

definitiv nicht zu!

Man trifft eigentlich nur in Städten und Hafengegenden ab und zu bettelnde Kinder.

(denen wir aber auch bei der Ausreise die nicht verbrauchten "Lari" gegeben haben)

Ausrüstung

Die Motorräder sollten gut vorbereitet sein und für Reparaturen sollte man passendes Werkzeug

mitnehmen. evntuell auch für Reifenpannen!

wir hatten Ersatzschläuche mit, für alle Fälle! Und einen Kompressor und Reifenmontiereisen

Werkstätten, die helfen, gibt es nicht.

Die Motorräder sollten auch mit Sturzbügeln versehen sein, da Umfaller oder Ausrutscher

fast nicht vermeidbar sind.

Man sollte vor allem warme Bekleidung mitnehmen, da es in den Bergen in der Nacht

bis zum Gefrierpunkt runtergeht.

für teilweise sehr heftige Gewitter (Wir hatten Glück) sollten Regenklamotten dabei sein!

Ganz wichtiger Punkt: durch die schlammigen oder auch staubigen Straßen verschmutzt

der Helm sehr stark! Visierreiniger ist hier Gold wert!

eine Powerbank mitzunehmen ist sicher kein Fehler! in z.b. Omalo gibts zwar Netz aber

keine Stromquelle um Kameras und Handys aufzuladen!

Campingausrüstung ist nicht nötig, weils überall sehr günstige Unterkünfte gibt.

Gewichtsparen ist bei diesen Straßen vorteilhaft!

 

zum Schluss

wir sind alles zusammen ca. 6500 Kilometer gefahren

Tagesetappen in Georgien von 150 bis 350 Kilometer sind machbar

Fähre dauert 2 - 2,5 Tage

Fähre ist sauber, aber schlechtestes Essen der ganzen Reise!

 

Also freut euch über ein Abenteuer der ganz besonderen Art,

genießt die wunderbaren Landschaften

Berge, Wälder, Steppen, Wüsten.....

genießt die Leute

UND

benehmt euch als Gäste!

:)

euer Peter

 

 

Kontakt:

Peter

peter.buttinger(at)sbg.at

 

 

 

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